Parenterale Ernährung - Ernährungstherapie mit Infusionslösungen

Eine ungenügende Zufuhr an Nährstoffen und Flüssigkeit führt nach kurzer Zeit zu Mangelerscheinungen. Der Körper gerät in höchste Gefahr: Zu wenig Flüssigkeit erschwert den Organen ihre Arbeit, fehlende Nährstoffe schwächen den Körper. Betroffene sind insbesondere folgende Gruppen von Menschen: Säuglinge, alte Menschen und Patienten mit Erkrankungen im Verdauungsbereich sowie postoperative Patienten. In der Gruppe der Patienten trifft es besonders diejenigen mit Tumoren im Kopf-Hals-Bereich. Ihnen bereitet das Kauen und Schlucken große Beschwerden – die Nahrung kann nicht oder in nicht ausreichenden Mengen aufgenommen werden.

Betroffen sind aber auch all jene Patienten, bei denen der Magen-Darm-Trakt seine Aufgaben nicht bewältigen kann. Schwere Verletzungen, Verbrennungen (auch bedingt durch eine Chemotherapie), die Bauchspeicheldrüsenentzündung oder eine Lähmung des Darms können Indikationen sein für eine künstliche Ernährung. In all diesen Fällen wird eine ergänzende Ernährungstherapie notwendig, die den Körper mit dem Notwendigen versorgt.


Was ist die parenterale Ernährung?

Das Wort „parenteral“ leitet sich ab vom griechischen Wort „enteron“ für „Darm“. „Par“-enterale Ernährung bedeutet dementsprechend „Unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes“.
Solange der Magen-Darm-Trakt intakt ist, kommt die enterale Ernährung zum Einsatz: die Ernährungstherapie mit Sondennahrung direkt in den Magen. Ist aber auch dieser Weg nicht möglich, bleibt einzig die parenterale Ernährung (kurz PE genannt): die intravenöse Versorgung des Menschen. Bei der parenteralen Ernährung erhält der Körper die erforderliche Flüssigkeit und die notwendigen Nährstoffe über eine Infusion. Zur Realisierung einer ausgewogenen parenteralen Ernährung bietet die I.S.T. neueste Produkte und wirtschaftliche Lösungen. Dem Patienten wird mit einer hochwertigen Produktauswahl eine komfortable und kostengünstige Therapie ermöglicht.


Welche Nährstofflösungen kommen bei der parenteralen Ernährung zum Einsatz?

Die moderne Ernährungstherapie stellt eine große Auswahl an Nährlösungen zur Verfügung. Durch eine an der Krankheit orientierten Kombination der Nährlösungen können die individuellen Nahrungsdefizite des Patienten zielgenau behandelt werden.
In den Infusionen enthalten sind:

  • energieliefernde Anteile wie Fette und Kohlenhydrate (besonders Glucose, eine Zuckerart)
  • Fructose (Fruchtzucker)
  • Fettemulsionen
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Aminosäuren.

Besonders Tumorpatienten, also Menschen mit einem Krebsleiden, haben einen erhöhten Bedarf an Energie. Das hängt einerseits mit der Krankheit selbst zusammen; zum andern ist aber auch die Therapie oft sehr kräftezehrend. Bei der zugeführten Nahrung wird zwischen Standardnahrung und individueller Nahrung unterschieden. Während Erstere direkt von der Industrie an die Apotheken geliefert wird, wird die individuelle Nahrung vor Ort in der Apotheke gemischt. Voraussetzung dafür ist ein entsprechendes Sterillabor im jeweiligen Apothekenbetrieb. Vorteilhaft bei der individuellen Ernährung ist die optimale Nahrungsabstimmung auf die persönlichen Bedürfnisse des Patienten.


Parenterale Ernährung erfordert viel pflegerische Aufmerksamkeit

Es gibt, abhängig von seinem persönlichen Zustand, zwei Wege, den Patienten per Infusion zu ernähren: peripher-venös oder zentral-venös.
Peripher-venöse parenterale Ernährung. Sie ist geeignet für Patienten in einem guten Allgemeinzustand oder bei denen die Ernährungstherapie nur vorübergehend geplant ist, zum Beispiel als Ergänzung zu einer enteralen Ernährung. Der Patient erhält die Infusion über ein kurzes, sehr dünnes und hochflexibles Röhrchen, das entweder im Bereich des Handrückens in die Vene eingeführt wird oder im Bereich des Unterarms.
Zentral-venöse parenterale Ernährung. Hier erfolgt die Ernährungstherapie über ein größeres Blutgefäß mithilfe eines Katheters. Der Katheter kann dauerhaft gelegt werden (implantiert) oder auch nur für eine Übergangszeit geplant sein (nicht-implantiert).
Nicht-implantierte Katheter werden zumeist in Kliniken genutzt. Über eine Vene im Halsbereich (manchmal auch im Arm) wird ein Kunststoffschlauch bis zu einem Blutgefäß geschoben, das nahe am Herzen sitzt.
Implantierte Katheter (sog. Port-Katheter, Hickman-Katheter, Broviak-Katheter)  bieten sich an für die Pflege und Versorgung eines Patienten zu Hause. Für eine patientengerechte Durchführung häuslicher Pflege im Bereich der parenteralen Ernährung finden Sie bei der I.S.T. zweckdienliche Produktinnovationen. Neu im Sortiment sind praktische Sets zur kompletten Versorgung eines Patienten mit nur wenigen Handgriffen. Dem Patienten individuell entsprechend lässt sich so eine ausgewogene Ernährungstherapie wirtschaftlich realisieren.

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